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ZEICHEN UND WUNDER

Vernissage am 29. November
ab 19 Uhr

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Blindheit des Sehens - Wochenblatt, Januar 2011

 

 

Verloren in der Bewegung

Ostend (jf) - Das Motto der Exposition, die in den vergangenen zwei Jahren gewachsen ist, lautet "Lost in Motion". Fünf Künstler zeigen in den Räumen im Hinterhaus der Hanauer Landstraße 139 (Artemis Haus), die Hausherr Claudio Malasomma von BellaVista Film dem Kunstblock zur Verfügung stellt, ihre Exponate.

 

Zur Vernissage stellte Kurator Florian Koch die Künstler und ihre Werke jetzt vor. Gleich rechts des Eingangs fallen die Totems von Ricarda Peters auf, auf dem Areal befindet sich auch ein drehbares Rundbild. Ihre "unendlichen Bilder" sind eine Annäherung an die Ganzheit, sind Chaos und Ordnung gleichermaßen. Ricarda Peters absolvierte ihr Staatsexamen an der damaligen Werkkunstschule in Offenbach, war später Meisterschülerin von Emilio Vedova in Venedig und studierte anschließend Archäologie und Kunstgeschichte in Mainz. Die Künstlerin kann auf eine Vielzahl von Ausstellungen und Stipendien verweisen. Neben ihrer Bildkunst ist im kleinen Raum vor dem Aufzug ein Video mit dem Titel "Wind and Matter" zu sehen, das 2009 auf einer Papierhalde entstand. Es vermittels den Eindruck ständiger Verwandlung; was eben noch in fester Form dem Wind trotzte, löst sich langsam, Papier- und Foliefetzen flattern wie Blätter im Herbststurm.

Ulrike Kuborn, Absolventin der heutigen Folkswang Hochschule und der Kunstakademie Düsseldorf, hält Flüchtigkeit, Bewegung und Raum mit Acrylfarben auf Papier und Leinwand fest. Tiefe gelingt ihr dabei durch die Vielzahl der Farbschichten. "Tanz" ist ein großes Thema der Künstlerin.

Fotografie ist das Metier von Ornella Fieres. Mit besonderer Belichtungstechnik auf speziellem Material schafft sie es, Zeiten und Ereignisse miteinander zu verknüpfen und so neue Momente zu gestalten.

Von der Malerei und Bildhauerei zur Fotografie kam Cina F. Sommerfeld. Sie wurde in Berlin-Charlottenburg geboren, später studierte sie Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte. Bei ihrer Bildreise in die Vergangenheit greift sie mitunter skurrile Momente auf, spielt mit Licht, hinterlässt Fragmente zum Nachdenken.

Außergewöhnliche Bilder hat auch Thomas Wunsch geschaffen, der sich seit Kindertagen intensiv mit Fotografie beschäftigt. 1980 gründete er ein Fotostudio in Hamburg, fotografierte Barbara Streisand, frank Zappa, Wolfgang Petersen. Seit 2001 arbeitet er für das Plattenlabel ECM, das hochkarätigen Jazz, neue Musik und Klassik produziert. Viele Cover wurden von Thomas Wunsch gestaltet, der mit seinen Werken Kurzträume provoziert und die Sinne der Menschen berühren möchte.

Werke unterschiedlicher Generationen bietet die Winterausstellung, die noch bis zum 27. Februar von 10 bis 17 Uhr zu sehen ist und deren Exponate die Besucher auch kaufen können.

 

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Ornella Fieres: Fotografie

Ulrike Kuborn: Malerei

Ricarda Peters: Skulptur und Video

Cina F. Sommerfeld: Fotografie

Thomas Wunsch: Fotografie

 

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